Von intelligenten Kühlschranken, virtuellen Welten oder Fahrzeugen mit Autopilot träumten die Menschen Ende der Neunziger - heute sind diese Dinge Realität.
Augmented / Virtual Reality
Wie schnell eine Zukunftstechnik, von der viele nicht wussten, was sie mit ihr anstellen sollten, eine weite Verbreitung findet, konnte man im Sommer 2016 sehen. Augmented Reality wurde über Nacht populär und Dank der Smartphone-App Pokémon Go zum Volkssport. Plötzlich rannten Scharen an Menschen mit gezückten Smartphones durch die Städte, auf der Suche nach den Fantasiewesen, die mitten auf der Straße oder auf der Wiese sitzen. Die kleinen Viecher klinkten sich in unsere Realität ein und sorgten dafür, dass vielen Menschen mit einem anderen Blick durch die Gegend liefen.
Einen Schritt weiter geht Virtual Reality, bei dem man wahrhaftig in eine andere Welt eintaucht und - wenn man einmal die Brille trägt - alles vergisst, was um einen herum passiert. Was momentan hauptsächlich noch eine spaßige Unterhaltung ist und beispielsweise einer Achterbahn-Fahrt gewissermaßen eine neue Dimension verleiht wie im Europapark Rust könnte schon bald unseren Alltag stärker beeinflussen. Nicht umsonst hat Facebook 2014 den Hersteller Oculus für über zwei Milliarden Dollar gekauft.
Autonomes Fahren
Sicherlich sind wir noch weit davon entfernt, dass Autos auf der Straße ohne menschliche Piloten durch die Gegend fahren. Denn auch wenn die
die ersten Modelle mit dieser Technologie, wie das Model S von Tesla, bereits über den Asphalt donnern und es auf der A9 zwischen München und Ingolstadt eine Teststrecke für die Autos der Zukunft gibt: Ein tragischer Unfall mit einem Tesla hat 2016 für das erste Todesopfer der noch jungen Industrie gesorgt und die gesamte Branche in ein schlechtes Licht gerückt.
Alltagstauglich sind die selbstfahrenden Wagen also noch lange nicht, Science Fiction aber genauso wenig und manche Zukunftsforscher prophezeien, dass die Berufe der LKW- und Taxi-Fahrer in absehbarer Zeit aussterben.
Die Frage, wann autonome Fahren flächendeckend eingeführt wird, ist daher weniger aufregend, viel spannender ist hingegen: Sind es die etablierten Hersteller wie BMW, Daimler oder Volkswagen, die Autos von morgen bauen, oder ob Firmen wie Tesla, Apple oder Google den Markt übernehmen?
3D-Drucker
Schwarze Farbe auf Papier zu drucken ist seit den Achtziger Jahren Standard. Doch dass man statt Tinte eine Kunststoffschicht auf eine Platte druckt und man am Ende einen Löffel oder ein komplexes Gebilde in der Hand hat, ist erst seit wenigen Jahren State of the Art.
3D-Drucker werden immer populärer, mittlerweile gibt es welche für den Heimgebrauch, mit denen man problemlos menschliche Figuren, Becher oder kleine Helfer für den Alltag drucken kann. Für anspruchsvolle und belastbare Bauteile benötigt man hochwertige Industrie-Drucker, die nicht nur Kunststoff, sondern sogar Metall verarbeiten können.
Was momentan noch mehr ein Spielzeug ist, könnte bald unseren Alltag und unser Kaufverhalten beeinflussen, die Industrie forscht derzeit an Lebensmitteldrucker. Dann könnte die Pizza oder das Steak aus dem Drucker kommen. Keine Zukunftsmusik: Ein holländischer Chocolatier setzt bei Pralinen und anderen Kalorienbomben bereits auf die neue Technik.
Drohnen
Den Traum vom Fliegen treibt die Menschheit schon immer um. Dank Drohnen können zwar wir nicht selbst fliegen, lassen aber unsere Kameras steigen und können zumindest die Welt aus der Vogelperspektive sehen. Kaum eine Hochzeit oder ein Familienevent, dass nicht mehr von oben festgehalten wird. Da die günstigsten Modelle sogar für jeden erschwinglich sind, sind YouTube und auch Facebook voller eindrucksvollen Videos aus der Luft.
Amazon liefert mittlerweile sogar Bestellungen per Luftkurier aus und vielleicht steht uns in absehbarer Zeit eine kleine Revolution des Kaufverhaltens bevor, wenn mehrere Händler oder Restaurants Drohnen für den Versand verwenden.
Smart Home
Der Kühlschrank, der automatisch im Supermarkt bestellt, weil Wurst oder Butter ausgegangen ist, war lange das Symbol von Science Fiction, die niemand braucht. In der Tat sind wir selbst heute noch nicht soweit, dass Küchengeräte ohne unser Zutun einen Einkaufszettel abschicken. Aber immerhin sind Herd, Waschmaschine & Co. mittlerweile vernetzt und lassen sich von der Ferne aus steuern.
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Smart Home heißt die Technik, mit der wir von unterwegs checken können, ob wir den Herd tatsächlich ausgeschaltet haben oder ob die Waschmaschine fertig ist. Auch der Kühlschrank ist intelligent geworden - zumindest hat er eine integrierte Kamera, die einen Blick ins Innere ermöglicht, wenn Sie im Supermarkt stehen. So sehen Sie problemlos, ob Sie im Kühlregal zum Joghurt greifen müssen, oder ob Ihre Ration noch ausreicht.